Mind Up ist ein schnelles abstraktes Spiel. Jeder Spieler besitzt zunächst sieben Karten auf der Hand. In der Mitte liegt die allgemeine Auslage, die so viele Karten umfasst, wie Spieler am Spiel teilnehmen. Auf den Karten ist eine Zahl von 1 bis 60, eine Hintergrundfarbe und ein zusätzlicher Wert, der von -1 bis +2 geht.
In einem Zug wählt jeder Spieler eine seiner Handkarten und legt sie verdeckt aus. Sobald alle Spieler gewählt haben, decken wir sie auf. Der Spieler mit der niedrigsten Zahl nimmt sich die Karte mit der kleinsten Zahl aus der Mitte. Die anderen Spieler folgen entsprechend. Die gespielten Karten werden wieder nach ihrer Zahl sortiert und bilden die neue allgemeine Auslage.
Für die Karten gibt es fünf Spalten. Jede Spalte hat einen Wert von 1 bis 5. Wie die Werte verteilt sind, wird zu Beginn zufällig festgelegt. Alle Spieler haben dieselbe Reihenfolge der Werte. Die erste Karte wird nun unter den ersten Wert gelegt. Jede gleichfarbige Karte kommt ebenfalls hier hin. Bei einer noch nicht vorhandenen Farbe wird eine neue Spalte (mit einem anderen Wert) begonnen.
Die letzte Karte legen die Spieler direkt in die passende Spalte. Danach ermittelt jeder Spieler den Wert seiner Karten und der darauf abgedruckten Modifikatoren. Für den zweiten und dritten Durchgang nimmt er jeweils die Karten aus seiner Wertung, zieht dazu eine Karte von Stapel und spielt damit den neuen Durchgang. Die Auslage besteht aus dem letzten Zug des vorherigen Durchgangs und bleibt unverändert. Wer nach dem dritten Durchgang in Summe die meisten Punkte hat, gewinnt.
Einfach, spaßig und nur bedingt kontrollierbar, so präsentiert sich Mind Up. Selbst mit einer niedrigen Zahl bekomme ich nicht immer die erste Karte. Oft „verrutscht“ ein Spier und erhält so irgendeine andere Karte, aber nicht seine Wunschkarte. Das erzeugt Spannung und Freude. Die Enttäuschung über eine falsche Karte hält sich in Grenzen. Das Spiel ist darauf ausgelegt, dass etwas schief geht. Das macht den Reiz aus.
Die drei Durchgänge sind bis auf ihre Länge gleich. So ist die Länge des Spiels auch ausreichend. Am Ende hat jeder ein paar Punkte, ein Sieger steht fest und darf sich freuen. Die anderen waren dabei. Es tut nicht weh zu verlieren.
Mind Up ist kurzweilig und unterhält. Es bietet eine Planbarkeit und ist dennoch chaotisch. Wer solche Spiele mag, bei denen eine Planung keine sicheren Ergebnisse bringt, ist mit Mind Up gut bedient. (wd)
Steckbrief Mind Up |
Autoren | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Gestaltung |
Maxime Rambourg | Pegasus | 3 - 6 Spieler | ab 8 Jahre | 15 - 20 Minuten | Christine Alcouffe |